Ist es nicht lustig, wie oft man sich die Frage stellt “Wie konnte ich das nicht checken?”. Bei mir ist es mal wieder soweit. Immerhin waren die wichtigsten Erkenntnisse meiner letzten Jahre eigentlich immer greifbar. Die folgenden Weisheiten und Sprüche sind quasi allbekannte Volksweisheiten, die auch in unzähligen Büchern und Filmen zu Geschichten umgewandelt wurden. Es sind die Erfolgsgeheimnisse unzähliger Autoren, Speaker, Coaches und Unternehmer – und dabei kennt sie eigentlich jeder.

Der Wald und die Bäume

Interessanterweise sind diese Ideen so bekannt, dass die wenigsten sich noch Gedanken darüber machen. Dabei fassen sie unglaublich wichtige Konzepte des Lebens und Lernens sehr gut zusammen. Dennoch braucht es tatsächlich mehrere Bücher zu diesen Themen, um die Hintergründe wieder erkennbar zu machen.

Vermutlich liegt das Problem eben darin, dass diese Erkenntnisse so allgegenwärtig sind, dass wir sie mit einem simplen “Weiß ich eh” abtun. Doch es ist wie beim Wiederholen eines Lernstoffs: Mit den Unterlagen vor der Nase “weißt du’s eh”, aber bei der Prüfung kommst du dann drauf, dass du es eigentlich nicht verstanden hast.

Die 5 Weisheiten und Sprüche

Lass uns also zusammen die 5 häufigsten Tipps der Erfolgscoaches ansehen, um zu erkennen, dass sie eigentlich nichts Neues sind. Du hast allerdings bisher nur die Oberfläche davon gesehen und bist nie tiefer in diese Gedanken eingetaucht. Also fange an sie für dich zu nutzen!

1. Der Glaube kann Berge versetzen

Eine der wichtigsten Erkenntnisse überhaupt ist die Macht des Glaubens an sich und seine Fähigkeiten. Dieser Glaube ist meistens der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg bzw. zwischen Glück und Unglück. Dabei gilt das nicht nur für Unternehmer, sondern für alle Menschen.

Der Glaube an sich selbst oder eine bestimmte Sache kann so stark sein, dass er sogar von Leistungssportlern und bei Krankheiten genutzt wird. Die Rede ist natürlich vom Placebo-Effekt. Dieser verbessert die Leistung, wie auch das Wohlbefinden durch bloße Gedankenkraft. Dieser Effekt funktioniert natürlich auch umgekehrt. Wenn du also glaubst, etwas sei unschaffbar, dann ist es das für dich auch!

In “Du bist das Placebo” beschreibt Joe Dispenza eben diesen Effekt und wie er in verschiedensten Lebensbereichen genutzt werden kann. Dabei ist die Vorgehensweise immer dieselbe: Durch Meditation und mentale Bilder wird das Unterbewusstsein auf den gewünschten Zustand hin ausgerichtet, damit ein Vertrauen entsteht.

“Whether you think you can, or you think you can‘t – you’re right!”

Henry Ford

Zuerst musst du dich selbst von dir und deinem Vorhaben überzeugen – niemand anderen, nur dich selbst. Die anderen werden dich anfangs vielleicht unterstützen oder dich für bescheuert halten, aber darum geht’s nicht. Solange du an dich und dein Vorhaben glaubst, wirst du alles, was du dafür brauchst, irgendwann wie von selbst anziehen.

2. In der Ruhe liegt die Kraft

Eines der wichtigsten Tools zu mehr Ausgeglichenheit ist die Pause. Damit meine ich aber nicht einfach stundenlanges nichts tun, sondern dir und deinem Körper gezielt Ruhe zu gönnen. Leider sind Entspannungsphasen gerade für unseren Kopf nicht Teil unseres Alltags.

Der Mentalist und Hypnotiseur Jan Becker weiß, wie man die Ruhe bewahrt. In “Entspannt schaffst du alles” beschreibt er daher die positiven Auswirkungen von Meditation, Entspannung und Selbsthypnose. Diese helfen nicht nur Stresshormone zu reduzieren, sondern auch die eigenen Emotionen in sinnvolle Bahnen zu lenken. Dadurch kannst du negative Gedankenmuster durchbrechen und ablegen.

“Schon nach einer Woche fühlte ich mich klarer, lebendiger und ausgeglichener. Meditation war der neue Kraftraum für meinen Geist!”

Max Gotzler

In unserer hektischen Zeit sind Ruhe und Achtsamkeit (trotz zahlreicher Weisheiten und Sprüche) leider etwas in Vergessenheit geraten. Dabei sind sie der Schlüssel zu einem gesunden, fokussierten Geist und dem “Flow” in der Produktivität. Es kann eine unglaubliche Erfahrung sein, die Ruhe als neue Kraft zu entdecken.

3. Des eigenen Glückes Schmied

Von allen Menschen auf dieser weiten Welt bist du der einzige, der für dich und dein Glück verantwortlich ist. Es hat keinen Sinn die Schuld auf andere Personen oder ungünstige Umstände zu schieben. Damit nimmst du dir selbst die Kontrolle über dein Leben.

Immerhin entscheidest du selbst, was du aus einer Situation machst. Du kannst reaktiv bleiben und einfach mit dem kämpfen, was daherkommt, oder du kannst proaktiv werden und deinen Weg selbst bestimmen. Aber beschwer dich nicht, dass keine Pizza kommt, wenn du keine bestellt hast.

Der Motivationscoach Merlin Mechler zum Beispiel lebt mit Multipler Sklerose und hat durch seine Krankheit weit weniger Zeit und Energie am Tag zur Verfügung als andere. Doch anstatt daran zu verzweifeln, hat er sich Methoden angeeignet, mit denen er schneller und effizienter arbeiten kann. Heute ist er Coach und Speaker für Motivation und Produktivität – und dankbar für die Erkenntnisse, die ihm seine Krankheit eingebracht hat!

“Wir sind das Ergebnis einer sehr großen Zahl von aus freiem Willen begangenen Taten, für die wir allein verantwortlich sind.”

Matthieu Ricard

Je mehr Elemente deines Lebens du als deine eigenen Entscheidungen akzeptierst, desto mehr bist du auch bereit diese zu beeinflussen. Aber achte bitte darauf, dass du deinen Wirkungskreis dabei nicht verlässt. Denn es gibt immer Dinge, die du nicht beeinflussen kannst. Um diese musst du dich aber zum Glück auch nicht sorgen, denn das wäre verschwendete Energie, solange sie außerhalb deines Wirkungsbereiches sind.

4. Der stete Tropfen höhlt den Stein

Zum Thema Erfolg gibt es unzählige Weisheiten und Sprüche – diesen finde ich aber besonders passend. Denn viele Dinge, die wir beginnen, scheitern daran, dass wir zu schnell aufgeben. Dabei geht es gar nicht darum etwas sofort zu erreichen, sondern langfristig dabeizubleiben. Du kannst in einem Monat kein Fitness-Ass werden oder dein Leben komplett umkrempeln. So etwas braucht Zeit.

Oft reicht es schon einfach ins Tun zu kommen, ganz egal, wie groß das nun sein mag. In seinem Buch “Vom Aufschieber zum Lernprofi” empfiehlt Fabian Grolimund mit kleinen Lerneinheiten von nur 10 Minuten zu starten. Dann kannst du selbst entscheiden, ob du weitermachen willst oder nicht.

Stephen Guise geht in “Viel besser als gute Vorsätze: Wie Sie mit Mini-Gewohnheiten Maxi-Erfolge erleben” sogar noch weiter. Er hat mit einem einzigen Liegestütz am Tag begonnen, um eine neue Gewohnheit aufzubauen. Denn das Gehirn liebt Wiederholungen, wenn es um alltägliche Dinge geht.

“As long as you keep going, you’ll keep getting better. And as you get better, you gain more confidence. That alone is success.”

Tamara Taylor

Das Einzige, was du für deine Produktivität oder für deine neuen Gewohnheiten also vermeiden solltest, sind sogenannte “Null-Tage“, in denen du gar nichts dafür tust. Setze dir deine Ziele also so, dass du auch motiviert dabeibleibst und nicht vor der Monsteraufgabe zusammenbrichst. Dann sieht es zwar nach wenig aus, bringt letztendlich aber viel mehr!

5. Was dich nicht umbringt, macht dich härter

Auch wenn ich diesen Spruch nicht so gut finde, weil er etwas überzogen formuliert ist, gehört er dennoch hier hinein. Natürlich fallen mir genügend Dinge ein, die mich nicht umbringen, aber auch gleichzeitig nicht härter machen. Einen Morgen ohne Kaffee würde ich vielleicht überleben, doch bin ich anschließend kaum härter.

Aber egal, darum geht’s nicht. Sondern um den eigentlichen Sinn der Weisheiten und Sprüche. Immerhin neigen wir dazu das Ende der Welt kommen zu sehen, wenn mal etwas nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen. Egal wo wir scheitern, es macht uns fertig und wir fühlen uns wie Versager. Dabei ist das Scheitern genau das, woran wir wachsen! Solange du nicht dabei umkommst, kannst du etwas daraus lernen. Und glaub mir, dieses Prinzip funktioniert einfach immer!

Rückschläge gehören zum Leben, wie zum Lernprozess. Du kannst nicht Gehen lernen ohne einmal hinzufallen. Wichtig ist, dass du wieder aufstehst und daraus lernst. Oder glaubst du die wirklich erfolgreichen Menschen sind mit einem Hops dahingekommen? Die bekannten YouTuber Alex und Nico von TheSimpleClub haben auch erst ein Projekt in den Sand gesetzt, bevor sie mit TheSimpleMaths begonnen haben. Dem Persönlichkeitstrainer Christian Bischoff wurden in seinem ersten Jahr als Redner vier Veranstaltungen abgebrochen. Erinnert sich heute jemand daran? Nope, kein Stück. Die Angst vor dem Scheitern ist die eigentliche Bremse. Die gilt es zu überwinden!

“Failure is the stepping stone to success!”

Tony Robbins

Schade nur, dass die meisten Leute dazu neigen, in ihrer Komfort-Zone zu bleiben und gleichzeitig das Scheitern anderer zu verurteilen. Natürlich kannst du nicht scheitern, wenn du nichts Neues probierst – du kannst aber auch nicht wachsen.

Nutze Weisheiten

Jedes Wissen ist leider unnütz, wenn du es nicht anwendest. Also versuche diesen grundlegenden Ideen etwas abzugewinnen und sie in deinen Alltag zu bringen. Oft reicht es schon, sich regelmäßig daran zu erinnern.

Ich hoffe du konntest diese Weisheiten und Sprüche unter einem neuen Licht sehen und etwas mitnehmen. Es zahlt sich wirklich aus, die einfachsten Dinge nochmal neu zu betrachten und sich zu fragen, ob man etwas tatsächlich verstanden hat. Oft folgt bei genauerem Nachfragen doch noch eine Überraschung!

Du kennst noch mehr Weisheiten oder wendest die genannten bereits an? Dann schreib ins Forum!

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