Du glaubst deine Stimmung ist von deiner Umgebung abhängig und wird dieser durch deinen Gesichtsausdruck dann mitgeteilt? Stimmt, aber es steckt mehr dahinter. Denn unser Gehirn liebt es Verbindungen herzustellen, egal wo es welche findet. Und die sieben universellen Emotionen (nach Paul Ekman), die sich in unserem Gesicht widerspiegeln können, sind sehr stark mit unserer Stimmung verknüpft. Aber wie kannst du das für dich nutzen? Mit Facial-Feedback!

Wenn A dann B, wenn B dann A

Dass unser Gesichtsausdruck stark mit unserer Stimmung verbunden ist, ist angeboren. Wir senden damit Signale an unsere Umwelt. Und nach Paul Ekman sind sie sogar überall auf der Welt gleich – zumindest Freude, Ärger, Traurigkeit, Ekel, Angst, Verachtung und Überraschung. Ebenso werden sie von ähnlichen Vorgängen im Gehirn, wie Hormonhaushalt usw. begleitet. Da unser Gehirn nun das gesamte Leben lang unseren Gefühlszustand samt dazugehöriger körperlicher und geistiger Umsetzung mit dem passenden Gesichtsausdruck verbindet, gehören diese zusammen wie Bella und Edward. Besser kein Beispiel aus Twilight? Dann halt wie Romeo und Julia. Jedenfalls geht das eine ohne das andere nicht mehr. Mit dieser Erkenntnis lässt sich jetzt die eigene Stimmung beeinflussen.

Es funktioniert ähnlich wie das “Ankern”, das aus NLP bekannt ist. Da du in glücklichen Momenten immer zu lächeln beginnst, kannst du den Spieß umdrehen und lächeln, um glücklich zu werden. Noch besser funktioniert es, wenn man einfach eine Minute drauflos lacht. Anfangs wirkt es ziemlich komisch und unecht, aber schon nach ein paar Sekunden beginnt sich die Stimmung dem Facial-Feedback anzupassen. Dein Gehirn erkennt, dass du lächelst oder sogar lachst und aktiviert Glückshormone, weil die ja immer im Körper herumsausen, wenn du dich freust. Warum du dich freust ist deinem Unterbewusstsein egal. Es kann nicht zwischen echten und vorgespielten Emotionen unterscheiden, solange du es ihm gut verkaufst.

Das geht natürlich ebenso in die umgekehrte Richtung. Diese ist beim Facial-Feedback aber eher zu vernachlässigen, denn wann schaust du schon über eine Minute unbeabsichtigt böse drein? Viel interessanter ist es bei der Körperhaltung, die sich ebenso wie das Gesicht auf die Stimmung auswirkt. Hier sind sogenannte “Powerposen”, also Sieger- und Kraftposen, ein gutes Mittel um den eigenen Stimmungshaushalt zu beeinflussen. Doch ganz egal in welche Richtung du dein Unterbewusstsein lenken willst, es gilt immer:

“Fake it till you make it!”

Zusammenfassung

Dein Gehirn lässt dich lächeln, wenn es Glückshormone ausschüttet. Da es aber ständig Zusammenhänge speichert, kannst du den Spieß auch umdrehen. Lächle oder lache einfach mal eine Minute vor dich hin und dein Gehirn wird ebenfalls Glückshormone freigeben. Dein Gehirn kann eine gut vorgetäuschte Emotion nicht von einer echten unterscheiden.

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