Es ist unglaublich interessant, wie unterschiedlich Menschen an Dinge herangehen und neue Hobbys finden. Noch interessanter ist aber, was sie dann damit anfangen. Die einen haben gefühlte 30 Hobbies (neben Beruf oder Studium) und sind auch noch halbwegs gut darin. Die anderen hingegen wissen nicht recht, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. Wie kommt das? Immerhin haben wir alle die gleichen 24 Stunden am Tag (von denen man 12 verschlafen kann, aber egal). Was kannst du also tun, wenn du neue Hobbys finden willst? Wie findet man neue Aktivitäten und eignet sich Fähigkeiten an? Durch die Kunst des Machens!

Kurzbeschreibung

Neue Hobbies finden fällt vielen schwer, weil sie gar nicht wissen, was ihnen Spaß macht. Daher musst du erst mal alles ausprobieren, was dir so einfällt. Dabei solltest du einfach deinem Gefühl folgen und dein Interesse für ein Hobby gleich in die Tat umsetzen – es hat keinen Sinn zu warten! Wenn du Ausrüstung brauchst, dann borg sie dir oder hol ein günstiges Anfänger-Set. Dann solltest du dem Ganzen eine Chance von mindestens einem Monat geben, damit du die Aktivität auch wirklich kennenlernst. Vergleiche dich dabei nicht mit anderen oder erwarte zu viel von dir, es geht nicht darum perfekt zu sein. Mach es um der Sache Willen! Hier können Kollegen auf dem selben Level motivieren. Wenn du im Laufe deiner Entwicklung auf einem “Plateau” stecken bleibst, gönne dir eine Auszeit. Zwinge dich nicht zu Aktivitäten, sondern “überrede dich dazu”. Für Fortschritt solltest du aber so viel wie möglich ausprobieren und selbst negative Erfahrungen wiederholen, da sich deine Sicht auf die Dinge ändern kann.

Dein Problem

Du weißt wie du an neue Dinge herangehen sollst. Oft fehlen dir die nötigen Ideen oder der Antrieb etwas Neues auszuprobieren. Wenn du eine Idee hast, dann überlegst du dir alle möglichen Verläufe und Enden, kommst aber nie dazu, tatsächlich anzufangen. Entweder sind deine Ziele und deine Erwartungen zu hoch gesteckt, oder du kommst nicht mal so weit und langweilst dich mit den immer gleichen Dingen.

Deine Lösung

Mit der Kunst des Machens kannst du schnell neue Hobbys finden und lernen. Das Tools hilft dir Dinge einfach anzugehen und deine Fähigkeiten realistischer einzuschätzen, damit du nicht frustiert wieder aufgibst.

Das Tool

Oft scheitern neue Aktivitäten daran, dass du es dir zu lange überlegst und erst gar nicht damit anfängst. Daher ist es wichtig, das plötzliche Interesse an einer Sache gleich in Motivation umzuwandeln und einfach loszulegen (aber möglichst ohne Geld auszugeben). Wenn du Ausrüstung brauchst, dann borg sie dir anfangs aus oder begnüge dich mit günstigen Modellen. Ein echter Gitarrist spielt auch auf einer miesen Gitarre gut – umgekehrt ist die Gitarre egal, wenn der Gitarrist schlecht ist. Also übe erst und leg dir dann die Premium-Ausrüstung zu. Sollte deine neue Aktivität ohne irgendwelche Dinge möglich sein, dann leg gleich heute los! Besser wird es mit der Zeit sowieso nicht, du wirst noch genug neue Hobbys finden.

Ein gutes Beispiel für “einfach machen” ist die Marshmallow-Challenge, bei der Kindergartenkinder oft besser abschneiden als Akademiker und Firmenchefs. Es geht darum, mit wenig Material einen möglichst hohen Turm zu bauen, auf dem dann ein Marshmallow steht. Kindergartenkinder gehen ohne Vorkenntnisse, aber auch ohne Vorurteile an die Sache heran und probieren einfach aus – learning by doing. Dadurch sind sie viel effektiver als Erwachsene, die oft mehr planen als wirklich zu arbeiten.

Realistische Selbsteinschätzung

Manchmal glaubt man nur, ein gutes Vorwissen zu haben. Bei der Umsetzung stellt sich dann vielleicht heraus, dass man die eigenen Fähigkeiten etwas überschätzt hat. Das ist ganz normal, denn es ist eine grundlegende Eigenschaft des Menschen sich selbst zu überschätzen. Egal ob beim Autofahren, bei Krankheiten oder bei den eigenen Fähigkeiten – wir sehen uns selbst meistens unter den “besseren 50%”, wenn nicht sogar unter den Top 10%.

Frag dich selbst: Bist du überdurchschnittlich witzig? Oder intelligent? 9 von 10 Menschen würden hier mit “Ja” antworten. Also fall nicht mehr auf deine Einschätzungen herein, sondern teste deine Fähigkeiten gleich aus! Du wirst vielleicht enttäuscht sein, aber es geht nicht darum, gleich perfekt zu sein, das war nämlich niemand in der Geschichte der Menschheit.

Neue Hobbys finden kann Spaß machen

Wenn du dein übertrieben perfektionistisches Selbstbild erst mal hinterfragt hast, wird es dir leichter fallen die Basis des Machens zu akzeptieren: Häufige Wiederholung um der Sache Willen. Damit ist gemeint, dass du deine neue Aktivität für dich ausübst – und für niemanden sonst. Auch Vergleiche mit anderen sind in diesem Fall verboten! Das heißt nicht, dass du dir keine Vorbilder nehmen sollst. Allerdings glauben wir oft, dass wir die Profis in einem Monat eingeholt haben werden – wenn es dann nicht so ist, sind wir frustriert. Dabei geht es gar nicht darum irgendwen einzuholen. Es geht nicht darum irgendetwas zu erreichen oder irgendwem etwas zu beweisen. Es geht nur um die Sache und dafür reicht Spaß vollkommen aus (klingt blöd, ist aber so)! Immerhin willst du neue Hobbys finden, um diese zu genießen und nicht irgendwelchen Ergebnissen hinterherzujagen. Max erklärt das im BasicTools-Podcast sehr gut. Er hat seine Tiefpunkte damit überwinden können. Kollegen auf dem selben Level können hier zusätzlich motivieren.

Steter Tropfen ist mächtiger als das Schwert… oder so

Wenn du deine Aktivität regelmäßig ausübst, wirst du besser werden. Dabei reichen zehn oder zwanzig Minuten am Tag schon aus. Immerhin bewirken zehn Minuten am Tag mehr als eine Hardcore-Einheit von acht Stunden einmal im Monat. Natürlich kannst du dir Ziele setzen, aber bitte nach der SMART-Methode (also realistisch)! Im Prozess wird es auch unweigerlich zu sogenannten Plateaus kommen, bei denen du nicht mehr weiterkommst. Hier kann eine kurze Pause helfen, damit dein Gehirn Zeit hat die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten. Am besten gibst du der neuen Aktivität ungefähr ein Monat, um dich zu überzeugen, dass sie Spaß machen kann. Wenn du etwas nur ein- oder zweimal ausprobierst, kennst du es nicht wirklich und Anfänge sind oft mühsam. Immerhin machen wir die Dinge gern, die wir gut können – eine neue Aktivität wird nicht sofort dazugehören.

Mit anderen Augen sehen

Zwinge dich nicht zu Aktivitäten, sondern “überrede” dich selbst dazu. Es kann schon viel ausmachen, wenn du statt “ich muss jetzt” die nette Phrase “ich will jetzt” verwendest. Zusätzlich ist es immer gut einen Sinn oder ein kleines Spiel/ Abenteuer darin zu sehen (selbst wenn es darum geht eine Arbeit zu schreiben). Denk dir eine Rolle aus, die diese Aufgabe aus irgendeinem Grund schaffen muss. Du kannst ruhig etwas fantasievoll und kindisch werden!

Zu guter Letzt ist es im Lernprozess wichtig die eigenen Grenzen zu erweitern und Fehler auszubessern. Also probiere einfach mal was aus und schau wie gut es klappt. Du wirst sehr bald merken, ob du es so machen kannst oder eine andere Herangehensweise brauchst. Hin und wieder kann es auch helfen ein zunächst negativ eingeschätztes Erlebnis zu wiederholen, da sich die Sichtweise ändern kann – etwa bei einem Film, wenn du ihn beim ersten Mal eigentlich schlecht gefunden hast, beim zweiten Mal aber gut findest. Dabei geht es nämlich nicht nur um den Film selbst, sondern auch um deine Tagesverfassung, dein momentanes Umfeld usw. – also bedenke das auch bei Aktivitäten. Nicht alles ist gleich doof! Also raff dich gleich auf, um noch heute neue Hobbys finden zu können!

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