Kontakte knüpfen kann extrem anstrengend sein. Neben den ganzen neuen Eindrücken bleibt meist kaum Hirnleistung, um sich die vielen Details zu deiner neuen Bekanntschaft zu merken. Oft bist du vermutlich schon froh, wenn der Name halbwegs hängen bleibt. Mit diesen Mnemotechniken kannst du dir diese Hoffnung in Zukunft sparen und dazu alle wichtigen Details zu einer Person im Gespräch abspeichern (ohne Notizzettel).

Kurzbeschreibung

Da es oft schwer ist im Gespräch die Infos der Person abzuspeichern, ist es sinnvoll mit Mnemotechniken zu arbeiten. Den Namen deines Gegenübers kannst du über eine Assoziation mit einem körperlichen Merkmal oder mit der gesamten Person verknüpfen. Z.B. beim Niels, der eine Glatze hat, kannst du dir eine Gans, die ihm die Haare vom Kopf frisst (wegen Nils Holgerson) oder den Nil, der auf seinem Kopf fließt, vorstellen. Andere Details kannst du ebenfalls in ein Bild umwandeln und über den Körper der Person verteilen (am besten in einer fixen Reihenfolge). Z.B. ein Haufen Kinder, die auf den Schultern der Person sitzen, wenn sie Kindergärtnerin ist.

Dein Problem

Auch wenn du dir Gesichter meist gut merkst, schaffst du es nur selten auch den Namen abzuspeichern. Meist ist der Name schon nach wenigen Minuten vergessen. Die Informationen, die dir eine Person über sich erzählt, fallen meist gänzlich aus dem Gedächtnis und beim nächsten Treffen bist du dir nicht mehr sicher, was die Person überhaupt für Hobbys hat. Kontakte knüpfen empfindest du daher als anstrengend.

Deine Lösung

Mit diesen Mnemotechniken kannst du dir den Namen und die wichtigsten Daten zu neuen Kontakten recht schnell und sicher merken. Du entwickelst eine Routine im Schaffen von Assoziationen zu verschiedensten Personen und kannst so immer wieder mit deinem Namensgedächtnis oder sogar Einzelheiten, die dir nur einmal erzählt wurden, Punkten.

Das Tool

Sich den Namen einer Person zu merken ist ungeheuer wichtig, da es ein Zeichen von Interesse und Respekt ist. Egal mit wem du es zu tun hast, es ist immer gut den Namen hin und wieder ins Gespräch einfließen zu lassen – nur nicht übertreiben!

Damit du den Namen auch verwenden kannst, musst du ihn erst sicher abspeichern. Dabei helfen dir bestimmte Mnemotechniken, die den Namen über mentale Bilder mit der Person verknüpfen. Dafür suchst du dir ein Merkmal an der Person und eine Assoziation zu ihrem Namen. Diese verbindest du in deiner Vorstellung, z.B. indem du dem Niels, der wenig Haare am Kopf hat, eine Gans (Nils Holgerson) zuordnest, die seine Haare frisst. Oder der Nil fließt auf seinem Kopf – egal, probier einfach mal was aus!

Genauso kannst du die Assoziation mit der Person als Ganzes interagieren lassen (es muss kein einzelnes Merkmal sein). Allerdings solltest du dir diese Szene sehr lebhaft ausmalen – am besten wenn du die Person vor dir hast. Dann würde Niels auf eine Gans steigen und wegfliegen oder in den Nil schwimmen gehen.

Gleich und gleich merkt man sich gern

Natürlich kannst du beim Kontakte knüpfen auch eine Person gleichen Namens mit der neuen Bekanntschaft verbinden. Das kann eine berühmte Persönlichkeit, aber auch ein Freund oder ein Familienmitglied sein. Dabei ist es wieder wichtig, dass die Interaktion der beiden Figuren möglichst lebendig vorgestellt wird, damit die Verknüpfung dauerhaft ist. So könnte sich deine Oma Maria mit der Maria prügeln, die du gerade kennengelernt hast. Dieses Bild ist so absurd, dass es wahrscheinlich hängen bleibt!

Hilfreich kann es sein, den Namen laut zu wiederholen. Dafür musst du ihn nicht creepy vor dich hin flüstern, sondern kannst ganz entspannt sagen: “Freut mich, Niels”. Jeder andere Satz mit dem Namen am Ende tuts natürlich genauso. Dann ruf dir das mentale Bild nochmals in Erinnerung (am besten nach ein paar Minuten) und der Name sollte sitzen.

Kontakte knüpfen – der mentale Notizzettel

Der Name ist eine Sache – die vielen Details, die Leute über sich so erzählen, sind hingegen etwas ganz anderes. Wie soll man neue Kontakte knüpfen und sich all das merken? Mit einer ähnlichen Methode. Nur werden diesmal die Infos über den Körper verteilt (ähnlich wie bei der Körperliste). Alles was du tun musst, ist Assoziationen zu den einzelnen Infos zu finden und sie der Reihe nach über den Körper der Person zu streuen. Dafür nimmst du am besten folgende Punkte (oder andere):

Die Körperliste

  • Haare
  • Augen
  • Nase
  • Mund
  • Schultern
  • Hände
  • Bauch
  • Po
  • Knie
  • Füße

Damit hast du zehn Punkte, an die du Infos knüpfen kannst. Mit etwas Übung schaffst du es ganz locker beim Kontakte knüpfen eine kleine Datenbank zur Person anzulegen. So könntest du dir z.B. einen Haufen Kinder auf den Schultern der Person vorstellen, wenn sie Kindergärtnerin ist. Diese Bilder kannst du nachher noch verfeinern (wiederholen solltest du sie sowieso).

Natürlich kannst du so auch Handynummer, Geburtsdaten usw. abspeichern, wenn du z.B. das Master-System verwendest. Für Geburtstage zahlt es sich aus, eigene Bilder für die 31 Tage und die Monate parat zu haben, damit du diese nicht ständig neu erfinden musst. Nur das Jahr würde ich am Anfang spontan mit dem Master-System abspeichern.

Du hast mit der Anwendung der Techniken Probleme? Dann schreib ins Forum!

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