Obwohl es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gibt, sind Menschen doch verscheiden. Das zeigt sich vor allem darin, dass wir alle unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Bei der Selbstoptimierung gehts nicht darum, die Liste der eigenen Schwächen komplett zu beseitigen und irgendeinem Ideal nachzueifern – das würde wenig Spaß machen und auch nicht wirklich funktionieren. Viel mehr geht es darum neue Dinge auszuprobieren, um die eignene Stärken und Interessen zu finden und auszubauen.

Dein wahres Interesse finden

Den meisten ist gar nicht klar, worin sie eigentlich gut bzw. schlecht sind. Sie sehen eine andere Person und denken sofort: “Das will ich auch!”. Die Frage ist nur, woher weißt du, ob es wirklich stimmt? Oft lassen wir uns durch den Erfolg und die Anerkennung, die andere Leute genießen, täuschen. Eigentlich wollen wir gar nicht so sein, wie jemand anderes, sondern bloß den selben Status erreichen. Das sind allerdings zwei komplett verschiedene Dinge!

Wenn ich zum Beispiel einen erfolgreichen Basketballer sehe, könnte ich mir auch denken “OMG, ich will das auch können!” und sofort zu trainineren anfangen. An dieser Stelle sollte ich mir aber gleich die Frage stellen, ob ich es wirklich um der Sache wegen will, oder mich nur vom Glanz und Glorie habe täuschen lassen. Mit meinen 1,69 Meter werde ich wohl wenig Spaß beim Basketball haben. Das bedeutet nicht, dass du es nicht trotzdem probieren solltest – aber starte ein neues Projekt nur aus wirklichem Interesse und nie für die Anerkennung oder da Geld, sonst ist es zum Scheitern verurteilt. Schade um die Zeit und Mühe.

Einfach machen und ausprobieren

Du kannst deine wahren Interessen leichter finden, wenn du auf wiederkehrende Themen in deinem Leben bzw. Alltag achtest. Was zieht dich an (auch wenn du dich noch nicht wirklich in das Thema hineingewagt hast)? Womit beschäftigst du dich in deiner Freizeit? Welche Dinge laufen auch ohne, dass du dich dazu zwingen musst?

Eines der besten Tools, um deine Stärken zu finden, ist die Neugier. Indem du verschiedene Dinge ausprobierst und deinen Horizont etwas erweiterst, kannst du auf Stärken stoßen, von denen du gar nicht wusstest, dass du sie besitzt. Solltest du hingegen draufkommen, dass dir dein neues Projekt doch nicht gefällt, macht das nichts. Das ist keine Schande.

Beim Ausprobieren solltest du allerdings darauf achten, dass du es erstens richtig und zweitens über einen sinnvollen Zeitraum machst. Am Anfang machen die wenigsten Dinge gleich voll Spaß, weil du erst reinkommen musst.

Liste der Stärken und Schwächen

Sehr hilfreich beim Ausloten der eigenen Fähigkeiten kann eine Art Tagebuch sein. Aber keine Sorge, es wird nicht so doof, wie du vielleicht denkst. Deine Einträge sollen nicht deinen Tag beschreiben, als würdest du mit dem Buch reden. Die Anrede “Liebes Tagebuch” kannst du dir also sparen.

Stell es dir mehr wie eine Liste von Erfahrungen vor. In diesem Buch schreibst du verschiedenste Selbst-Versuche und deren Ergebnisse auf. Vor allem dann, wenn etwas unglaublich gut oder schlecht funktioniert hat. Durch das Aufschrieben festigst du erstens die Erinnerung und beschäftigst dich zweitens mit deinen Stärken und Schwächen. Was ist passiert? Warum war das so? Wie kannst du es wiederholen oder vermeiden?

Recht bald hast du eine kleine Gebrauchsanweisung für dich selbst. Du lernst dich von einer anderen Seite kennen.

Austauschen und anpassen

Wenn ich von “anpassen” spreche, meine ich nicht, dass du dich für andere verändern sollst. Veränderung geschied immer nur aus einem inneren Wunsch heraus und nur für einen selbst. Die Anpassung wird an einer anderen Stelle vorgenommen: Bei den Methoden und Techniken der anderen.

Für die persönliche Entwicklung ist Austausch von großer Bedeutung. Er ist die Quelle für neuen Input und neue Erfahrungen. Allerdings kannst du viele Anregungen (wie auch die von BasicTools) nicht einfach übernehmen. Immerhin könnte ich dir auch sagen, dass Cheeseburger unglaublich geil schmecken. Wenn du allerdings keinen Käse magst, dürfte mein Input für dich nicht sehr brauchbar sein – bis du den Käse rausnimmst und erkennst, dass Hamburger einfach lecker sind.

Selbstoptimierung mit Spaß

Wenn du deine eigenen Stärken und Schwächen bereits kennst, dann weißt schon im Vorfeld vorauf du achten musst. Mit diesem Wissen kannst du deine Schwächen umgehen und deine Stärken nutzen. Es ist wie beim Lernen: Du kannst natürlich alles mühsam durch endlose Wiederholung reinpauken, oder du schaust dir kurz ein paar Lerntechniken an und checkst, was dein Gehirn gut kann und was nicht. An den Stärken kannst du dich dann orientieren!

“Work smarter, not harder!”

Unbekannt

Fokussiere dich nicht so sehr auf deine Schwächen. Es ist mühsam und zeitaufwändig diese zu beseitigen. Finde viel mehr einen Weg deine Schwächen mit deinen Stärken auszugleichen. Dann macht das ganze schon mehr Spaß. Und genau darum geht es bei der Selbstoptimierung – um den Spaß!

Wie hast du deine Stärken gefunden? Im Forum kannst du uns alles erzählen!

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