Es ist ein Klassiker unter den Problemen der Menschen: Morgens früh aufstehen. Auch ich habe jahrelang damit gekämpft und tue es immer noch. Allerdings habe ich nun eine Technik gefunden, die mir geholfen hat zumindest über einen Monat lang nicht die Snooze-Taste zu drücken, sondern gleich aufzustehen. Müde bin ich natürlich trotzdem, aber ich verschwende keine Zeit mehr damit, liegen zu bleiben.

Kurzbeschreibung

Es gibt viele Tipps, um in der Früh aus dem Bett zu kommen. Hier werden zwei Mental-Techniken kombiniert, die zusammen eine ganz gute Wirkung erzielen können (nach meiner eigenen Erfahrung). Bei den Techniken geht es darum durch mentale Bilder das eigene Verhalten umzuprogrammieren. Eine der beide Techniken stammt aus dem NLP.

Dein Problem

Du schaffst es in der Früh nicht aus dem Bett? Du bleibst trotz Wecker oft noch länger liegen? Meistens fühlt man sich nachher nicht ausgeruhter als vorher – allerdings ist eine Stunde oder mehr verloren.

Deine Lösung

Mit diesen beiden Mental-Techniken kannst du versuchen dein morgendliches Verhalten zu ändern. Damit du schneller und einfacher aus dem Bett kommst und den Tag nutzen kannst. Bei mir hat es funktioniert! Ich war überrascht, dass man früh Aufstehen lernen kann – und noch dazu so simpel.

Das Tool

Eine der größten Schwierigkeiten beim Aufstehen ist, dass die Willenskraft zu diesem Zeitpunkt oft nicht ausreicht, da du nicht mal ganz bei dir bist, wenn der Wecker läutet. Mehr oder weniger automatisch drücken wir auf die Schlummer-Taste und schlafen weiter. Sich fest vorzunehmen, es nicht mehr zu tun, hat bei mir nie Wirkung gezeigt. Daher habe ich meine Herangehensweise geändert.

Der “Weihnachtseffekt”

Das morgendliche Aufstehen ist teilweise (wenn nicht sogar zum Großteil) von der inneren Einstellung abhängig. Klingt komisch, aber lass mich ausreden. Folgendes Beispiel: Wenn ein Kind am 23. Dezember zu Bett geht, ist es oft so aufgeregt, dass es kaum einschlafen kann. Aber auch nach wenig Schlaf hüpfen Kinder in der Regel zu Weihnachten ohne Mühe aus den Federn. Ähnlich ging es mir, als ich es nicht erwarten konnte, die neuen Community-Features in basictools.at einzubauen. Obwohl ich nur um die 5 Stunden geschlafen hatte und normalerweise ganz schlecht im früh Aufstehen bin, war ich an diesem Morgen wie der Blitz wieder auf und habe an der Seite weitergearbeitet.

Dieses oben beschriebene Phänomen nenne ich den “Weihnachts-Effekt” (weil ich keine Ahnung habe, wie die Psychologie ihn nennt). Er beschreibt, dass die Erwartung für den kommenden Tag einen großen Einfluss darauf hat, wie schnell man aus dem Bett kommt. Mehr noch als der eigentliche Schlaf selbst (auch wenn man Schlafentzug nicht unterschätzen sollte). Das Problem war nur, dass ich den Effekt nicht auf Dauer nutzen konnte, weil ich nicht jeden Morgen so aufregend finde, dass es mich förmlich aus dem Bett zieht.

Das Unterbewusstsein nutzen

Da du, wie gesagt, am Morgen nicht so ganz bei dir bist, ist es auch naheliegend mehr mit dem Unterbewusstsein zu arbeiten, als mit Disziplin. Daher habe ich mich mit der Beeinflussung des Unbewussten beschäftigt. Dieses wird am leichtesten durch Bilder “getäuscht”. Denn es kann echte Bilder von Vorstellungen nur schlecht unterscheiden. Aus diesem Grund funktionieren mentale Merkbilder so gut – das Gehirn “glaubt” sie.

Zusätzlich habe ich eine Technik aus dem NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) genommen, die dabei helfen soll, schlechte Angewohnheiten loszuwerden. Diese arbeitet ebenfalls mit mentalen Bildern. Ich habe sie so angepasst, dass sie mir (und auch dir) hilft am Morgen gegen die alte Gewohnheit zu siegen!

Früh Aufstehen lernen mit Abendroutine

Du hast bestimmt schon oft von Morgenroutinen gelesen, mit denen du besser in den Tag starten kannst. Wenn du allerdings nicht aus dem Bett kommst, helfen dir diese auch nicht. Daher habe ich die Morgenroutine gegen eine Abendroutine getauscht. Und sie dauert gar nicht mal lange.

Kurz vor dem Einschlafen, wenn ich das Licht abgedreht und mich hingelegt habe, mache ich nun Folgendes:

Zuerst nutze ich die oben erwähnte Technik aus dem NLP. Dazu stelle ich mir den Ist-Zustand vor. Mental spiele ich eine kurze Szene ab, in der der Wecker läutet, aber ich die Schlummer-Taste drücke und weiterschlafe. Dieses Bild ist groß und farbig. Daneben male ich mir den Soll-Zustand aus, also wie ich mich müde aufrichte und die Füße aus dem Bett auf den Boden stelle. Eigentlich ist es nur dieser Moment, den du erreichen möchtest. Sind die Füße erst am Boden, bist du quasi aufgestanden (gegen nochmaliges Hinlegen hilft dann Kaffee oder Disziplin).

Jetzt kommt der mentale Wechsel der beiden Zustände: Der Soll-Zustand ist anfangs nur ein kleines schwarz-weißes Bild, das neben dem großen farbigen Ist-Zustand schwebt. Doch dann tauschst du blitzschnell die beiden Bilder aus. Der Soll-Zustand nimmt den Platz vom Ist-Zustand ein – auch Größe und Farbe wechseln damit.

Versuche dir diesen Bilder-Tausch so gut wie möglich vorzustellen, auch wenn es anfangs schwierig ist, damit dein Unterbewusstsein früh aufstehen möchte. Achte dabei vor allem auf einen schnellen Wechsel und darauf, dass Farbe und Größe auch übertragen werden. Immerhin soll das Unterbewusstsein den ungewollten Ist-Zustand als kleines und schwarz-weißes Polaroid-Bild abspeichern und den Soll-Zustand als wundervoll leuchtendes Riesenplakat. Was glaubst du wird dein Unterbewusstsein eher als positiv interpretieren?

Als nächstes verwende ich die “Weihnachts-Effekt Technik”. Bei der stelle ich mir so intensiv wie möglich vor, dass morgen ein wirklich cooler Tag wird, den ich nicht verpassen möchte. Dabei greife ich auf Erinnerungen zurück und projiziere sie auf morgen. Die Szene, wie ich freudig aus dem Bett aufstehe, male ich mir so farbenfroh wie möglich aus. Dieses Gefühl, dass es ein super Tag wird muss regelrecht spürbar sein. Überzeuge dich selbst davon! Wie gesagt, dein Unterbewusstsein kann nur schwer zwischen vorgestellten und erlebten Bildern unterscheiden.

Zusätzlich habe ich mir dadurch angewöhnt gleich nach dem Aufwachen etwas am Smartphone nachzuschauen, wenn ich gerade den Wecker ausgestellt habe. Das können die neuesten Statistiken von BasicTools sein, oder eine lustige Gruppe mit Memes auf Instagram – Hauptsache es rettet mich über die ersten zwei Minuten nach dem Aufwachen (die sind am gefährlichsten). Danach bin ich schon so weit bei mir, dass ich mich bewusst dazu entscheiden kann, aufzustehen.

Probier diese Techniken am besten gleich mal aus. Früh Aufstehen Lernen ist gar nicht so schwer! Ich musste auch erst einiges ausprobieren, bevor ich etwas gefunden habe. Kann sein, dass die Wirkung auch wieder nachlässt und ich etwas Neues brauche. Man kann nie wissen, außer man versucht es!

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Aufstehen! Genieße den Tag und nutze deine Zeit – sie ist das Kostbarste, das wir haben!

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