Lernen lernen ist eines der wichtigesten Themen unserer Zeit und so ist es auch auf BasicTools. Daher kann es nicht schaden einen Blick auf das Lerncoaching zu werfen, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut – auch an Schulen. Immerhin macht es Sinn erst die Fähigkeit des Lernens selbst zu meistern, bevor man sich an den eigentlichen Stoff wagt.

Lernen Lernen als Möglichkeit

Das Lerncoaching wird häufig als “unnötig” abgetan, da ja eh alle wissen, wie man lernt. Wenn du also schlecht lernst, dann bist du einfach zu dumm – Ende der Diskussion. Was aber, wenn die “klugen” Kinder einfach durch Zufall oder die Familie usw. erfahren haben, wie sie am besten lernen und die “dummen” Kinder einfach nicht diese Möglichkeit hatten? Was, wenn deine Art des Lernens einfach durch Versuch und Irrtum entstanden ist und eigentlich nicht wirklich den Voraussetzungen deines Gehirns angepasst ist?

Ab der Volksschule wird davon ausgegangen, dass wir es drauf haben zu lernen (bzw. “zu dumm” dafür sind). Dabei hat uns nie jemand wirklich gezeigt wie das geht. Warum auch? Sich vor ein Buch setzen kann doch eh jeder. Obwohl wir Menschen zum Lernen gemacht sind, sind die heutigen Anforderungen weit weg von der ursprünglichen Art, auf die wir eigentlich ausgelegt sind. Immerhin geht es unserem Gehirn eigentlich ums Überleben. Und mit “Bücherwissen” hätten wir früher weder ein Mamut erlegt, noch uns fortpflanzen können. Das Theorie-Wissen ist evolutionsgeschichtlich ziemlich neu für unseren Denkapparat und bereitet ihm daher oft Probleme.

Lernen neu verstehen

Oft wird gemeint, dass Lerncoaching und Mnemotechniken sich nur auf das Auswendiglernen konzentrieren. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Es geht um nachhaltiges Wissen und Verstehen. Der Weg dahin mag oft nicht ganz unserem Bild vom Lernen entsprechen, aber das heißt nicht, dass er falsch ist.

Lernen Lernen mit Lerncoaching

Außerdem geht es beim Lernen Lernen um eine neue Sichtweise auf das Thema. Immerhin ist es in unserer Gesellschaft so verankert, dass es keinen Spaß machen darf – es ist harte Arbeit! Ein lachendes Kind lernt doch nicht, es blödelt nur rum. Im Lerncoaching geht es auch darum dieses Bild aufzubrechen und zu zeigen, dass du sehr wohl mit Spaß und Fantasie lernen kannst – eigentlich sogar besser als andersherum!

Lerncoaching auf mehreren Ebenen

Beim Lernen geht es um mehr, als nur das Merken von Inhalten. Ein gutes Beispiel dafür, wie vielschichtig z.B. eine Note bei einem Test sein kann, zeigt Dr. Katharina Turecek in ihrem Buch “Erfolgreich mit dem Lernprofil“. Anders als die meisten Lern-Typen-Test geht sie nicht auf den primären Sinneskanal (visuell, auditiv oder haptisch) ein. Vielmehr zeigt sie sechs Ebenen auf denen Lernen funktionieren bzw. scheitern kann:

  • Motivation
  • Organisation
  • Konzentration
  • Lernstrategien
  • Gedächtnis
  • Wiedergabe

Warum ist das so wichtig? Weil schon ein Defizit in einem dieser sechs Punkte zu negativen Noten in der Schule bzw. im Studium führen kann. Die Aufgabe eines Lerncoaches ist es nun dich in allen diesen Punkten zu stärken – vor allem jenen, die dir Schwierigkeiten machen. Schließlich bringt es nicht, wenn du dir Inhalte gut merkst, sie aber nicht bei der Prüfung wiedergeben kannst oder keine Motivation findest, dich vor ein Buch zu setzen.

Optimale Lösung für individuelles Lernverhalten

Im Lerncoaching soll das gesamte Lernverhalten nochmals neu durchdacht und der optimale Weg für dich gefunden werden. Dieser ist freilich nicht immer gleich, da Menschen auf unterschiedliche Arten lernen. Trotzdem haben wir alle sehr ähnliche Voraussetzungen, wodurch es immer Techniken und Methoden gibt, die das Lernverhalten verbessern. Genau diese sind für einen Lerncoach entscheidend. Je früher du richtiges Lernen erfährst, desto mehr Zeit sparst du dir später. Daher ist Lerncoaching alles andere als Zeitverschwendung! Im Gegenteil: Ich fand es wirklich schade, dass ich erst so spät darauf gestoßen bin.

Leider ist Lernen Lernen immer noch eine Randerscheinung, genau wie Mnemotechniken. Allerdings ändert sich das gerade, da mehr und mehr Leute erkennen, welchen Nutzen es hat, sich damit auseinanderzusetzen. Immerhin lernst du dein ganzes Leben lang. Warum also nicht mit der wichtigsten Fähigkeit von allen beginnen: Dem Lernen selbst!

Zusammenfassung

Im Lerncoaching soll die grundlegende Fähigkeit des Lernens vermittelt werden. Jeder Mensch lernt ein wenig anders, aber das bedeutet nicht, dass manche gleich “dumm” sind. Im Lerncoaching wird auf mehreren Ebenen versucht, die Fehler im Lernverhalten (bei Motivation, Techniken, Wiedergabe usw.) zu verstehen und auszubessern. Immerhin ist dein Gehirn zum Lernen geschaffen – nur eben nicht für jede Art gleich. Ein Lerncoach ist mit dem Gehirn und verschiedensten Techniken vertraut, um es einfacher und spaßiger zu machen. Es geht dabei vor allem um nachhaltiges Wissen und Verstehen. Darum macht es Sinn, möglichst früh das Lernen selbst zu meistern und später viel Zeit und Mühe zu sparen! Immerhin verbinden wir es immer mit Anstrengung, Schule und allen anderen negativen Bildern. Dabei kann bzw. soll Lernen eigentlich Spaß machen.

Hast du noch Fragen zum Lerncoaching oder möchtest es mal ausprobieren? Dann schreib ins Forum!

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Lerncoaching Basictools

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