Wir alle kennen das Gefühl, wenn uns eine Freundin oder ein Freund aufbauend zuspricht. Diese Worte können so viel bedeuten und bewirken. Schade, dass wir nicht 24/7 eine Person um uns haben, die uns auf diese Weise guttut. Wäre das nicht super? Da es auf BasicTools unter anderem um Selbstoptimierung geht, möchte ich dir heute eine Methode zeigen, mit der du diese Rolle selbst übernehmen kannst: Affirmationen – Beispiele und eine Anleitung, wie diese tatsächlich wirken können, findest du hier!

Ganz oder gar nicht

Das Problem, das viele Menschen mit Affirmationen haben, ist die eigene Überzeugungskraft – diese fehlt häufig, wenn es um uns selbst geht. Affirmationen leben und sterben aber mit der Überzeugung. Auch ich habe mehrere Techniken aus diesem Bereich ausprobiert und wieder gelassen, weil sie nicht gewirkt haben. Erst später bin ich draufgekommen, dass das Problem nicht bei der Technik lag, sondern bei mir.

Es lohnt sich also den Affirmationen eine Chance zu geben – und zwar eine faire Chance! Das bedeutet, dass du sie regelmäßig und ernsthaft praktizieren solltest. Am Ende findest du einen Plan, mit dem du die Affirmationen gezielt in deinen Alltag integrieren kannst.

Die Wirkung der Affirmationen entfaltet sich nicht über Nacht. Sie sind auf längere Zeit ausgerichtet. Immerhin werden Glaubenssätze (positive wie negative) über Wiederholung gebildet. Die Neuronen, die deine Glaubenssätze abspeichern, werden besser vernetzt, je öfter du sie verwendest. Dadurch verbinden sie sich mit vielen anderen Bereichen im Gehirn und fangen in verschiedensten Situationen an zu feuern – werden also aktiv. Dein Ziel ist es die positiven Glaubenssätze möglichst stark zu vernetzen und die negativen möglichst zu isolieren.

Affirmationen anwenden

Um die größtmögliche Wirkung zu entfalten, sollten deine Affirmationen immer positiv formuliert sein. Dein Unterbewusstsein kann nicht so gut mit Verneinungen wie “nicht” oder “kein” – es ignoriert sie einfach.

Beispiel: Negative Formulierungen

Sag dir folgenden Satz:

“Denke nicht an einen rosa Elefanten!”

Du merkst schon, dass dein Kopf sofort nach Bildern sucht und die Gehirnzellen aktiviert, die einen rosa Elefanten vor deinem geistigen Auge erscheinen lassen. Würdest du diesen Satz jeden Tag lesen, wäre es für dein Gehirn ganz normal an einen rosa Elefanten zu denken, da es diese Bilder so oft wiederholt hat. Dein Ziel, dass du besser darin wirst, nicht an rosa Elefanten zu denken, ist komplett nach hinten losgegangen…

In seinem Buch “Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten” beschreibt der Mentalist Thorsten Havener diesen Effekt und wie sich dadurch Gedanken steuern lassen.

Um eine falsche Richtung deines Denkens zu vermeiden, formuliere immer einen positiven Zustand, der dem unerwünschten gegenübersteht.

Beispiele

  • “Ich bin nicht dumm!”
  • “Ich bin klug!”
  • “Ich werde nicht scheitern!”
  • “Ich schaffe das!”
  • “Ich bin nicht dick!”
  • “Ich bin sportlich!”

Nimm einen Satz, den du glauben könntest, auch wenn du es momentan noch nicht tust. Unmögliche Sätze solltest du vermeiden, da du deine Zweifel (die bei Affirmationen anfangs sehr stark sind) damit nie überwinden wirst.

Formulierungen wählen

Wie findest du jetzt eine passende Affirmation für dich? Am besten orientierst du dich an deinen negativen Glaubenssätzen, die du ändern möchtest. Finde jene Gedankenmuster, die dich im Alltag blockieren, und überlege dir eine gegensätzliche Affirmation. Formuliere diese in der Gegenwart und in der Ich-Form.

Beispiele

  • “Ich bin wunderschön!”
  • “Ich bin mutig und selbstbewusst!”
  • “Ich bin top motiviert und schaffe das!”
  • “Ich bin hell wach!”

Du kannst auch mehrere Affirmationen wählen. Die Zahl ist nicht wirklich begrenzt, wobei du dennoch darauf achten solltest, dass das Aufsagen nicht zu einer langweiligen Routine wird. Um dich selbst davon zu überzeugen solltest du deinen Sätze mit Begeisterung sagen können. Daher besser klein anfangen.

Dankbarkeit als Affirmation

Eine äußerst starke Kombination stellt die Verbindung deiner Affirmationen mit Dankbarkeit dar. Dabei formulierst du den Satz so, dass du dich über einen anfangs unerwünschten Zustand oder ein Ereignis zufrieden zeigst. In allem Negativen steckt auch etwas Positives und mit diesen Affirmationen fällt es dir leichter dies zu akzeptieren. Das bedeutet natürlich nicht, dass du jetzt alles gleich akzeptieren sollst, aber manchmal kannst du etwas nicht ändern und findest deine Ruhe nur durch die Akzeptanz.

Beispiele

“Ich bin dankbar für meine Einzigartigkeit!”

“Ich bin dankbar für meine Körpergröße!”

“Ich bin dankbar für diese Lektion!”

Auch bei der Dankbarkeits-Affirmation solltest du wieder auf eine positive Formulierung achten, wobei du auch negative Wörter wie “Krankheit”, “Scheitern” usw. vermeiden solltest. Streiche das Positive hervor, egal wie es aussehen mag!

Plan – 3 Schritte:

1. Negativen Glaubenssatz finden und Affirmation wählen

Suche dir zu Beginn nur einen einzigen Glaubenssatz, der dich im Alltag stört. Du kannst über den Tag deine negativen Denkmuster beobachten, wenn dir kein Glaubenssatz einfallen sollte. Häufig sprechen wir diese sogar schon automatisch aus:

“Gott, bin ich blöd…”

“Ich könnte das nicht…”

“Ich schau heut’ so scheiße aus…”

Zusätzlich kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • In welchen Bereichen machst du dich selbst fertig?
  • Wo glaubst du nicht an dich?
  • Was stört dich an dir selbst?

Sobald du ein Glaubensmuster gefunden hast, formulierst du (wie oben vorgezeigt) ein positives Gegenstück in der Gegenwart und Ich-Form, an das du theoretisch glauben könntest (auch wenn es sich möglicherweise noch weit weg anfühlt).

2. Fixen Zeitpunkt am Tag wählen

Damit du deine Affirmationen regelmäßig durchführst und sie ihre volle Kraft entfalten können, solltest du einen fixen Zeitpunkt am Tag haben, an dem du dich selbst bestärkst. Du kannst eine Uhrzeit ebenso wählen wie tägliche Ereignisse. Zum Beispiel kannst du deine Affirmationen nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen sagen. Sie gleich mehrmals täglich anzuwenden steigert die Wirkung noch und motiviert zusätzlich.

Damit du nicht darauf vergisst, kann dir ein Feedback-Kalender helfen!

3. Einen Satz 10 mal (vorm Spiegel) wiederholen

Versuche deinen Zeitpunkt immer so zu wählen, dass du deine Affirmationen ungestört und vor einem Spiegel aufsagen kannst. Wichtig ist, dass du sie laut aussprichst und dir dabei in die Augen schaust – immerhin willst du dich überzeugen! Und laut ausgesprochene Sätze glaubt dein Gehirn viel lieber als bloße Gedanken.

Affirmationen Anwenden Check Liste

Noch Zweifel?

Ich kann es wirklich nachvollziehen, wenn du nicht ganz überzeugt bist. Obwohl ich mehrmals über Affirmationen gelesen habe, war ich auch nie ein Fan davon. Ein paar halbherzige Versuche haben mich dann in meinem Glauben bestätigt, dass das einfach nichts für mich ist. Erst auf “Die Kunst dein Ding zu machen” von Christian Bischoff habe ich die wahre Kraft von Affirmationen erkannt und wende sie seither regelmäßig an.

Am wichtigsten ist einfach, jegliche Zweifel beiseite zu schieben und die Anwendung zu 100% nach der Anleitung auszuführen. Selbst dann wird es aber nicht auf Anhieb spürbare Veränderungen erzeugen – das braucht etwas Zeit. Möchtest du Affirmationen also lernen, würde ich vorschlagen, du wendest diese ein Monat lang streng nach Plan an: Jeden Tag laut aussprechen und das mit maximaler Überzeugung!

Solltest du trotzdem noch Fragen zum Thema haben, dann schreib ins Forum!

Affirmationen Beispiele und Anwendung

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