Der Winter ist eine Jahreszeit, in der wir uns gerne im warmen Bettchen verkriechen und nur dann die gemütliche Stube verlassen, wenn es wirklich nötig ist. Die meisten packen sich dann beim Rausgehen in viele Schichten Gewand und laufen schnell von einem gewärmten Plätzchen zum nächsten. Dabei hat der Winter mit seinen niedrigen Temperaturen auch Vorteile – zum Beispiel fürs Abnehmen. Meistens scheitert es aber daran, dass wir Menschen sehr kälteempfindlich sind. Darum versuch doch mal etwas Neues und mach die Kälte zu deinem Freund. Es lebe die Thermogenese!

Kurzbeschreibung

Bei der Thermogenese geht es darum die Fettverbrennung anzukurbeln und so weniger kälteempfindlich zu werden. Bei geringen Temperaturen werden weiße in braune Fette umgewandelt und Hormone für die Energiegewinnung produziert. Zusätzlich steigen die Motivation und der Muskelaufbau. Um diese Vorteile nutzen zu können, musst du dich aber langsam darauf einstellen.

Dein Problem

Du magst den Winter nicht? Es ist dir zu kalt draußen, um irgendetwas zu unternehmen? Viele Menschen verbringen den Winter leider ungesund und bewegen sich nur sehr wenig im Freien. Dadurch bekommt der Körper sehr wenig Sonnenlicht und frische Luft. Außerdem neigen wir dazu im Winter auch noch mehr zu essen. Alles in allem keine guten Voraussetzungen für einen Energie geladenen Tag.

Deine Lösung

Gewöhne dich langsam aber gezielt an die Kälte, denn diese bietet unglaublich viele Vorteile. Dies zu nutzen kann deine Sicht auf den Winter komplett verändern. Dann wird aus dem unangenehmen, anstrengenden Rausgehen etwas Gesundes, das Spaß macht!

Das Tool

Was ist Thermogenese?

Bei der Thermogenese geht es darum, den Körper durch Kälte dazu zu bringen Wärme zu erzeugen. Das kurbelt die Fettverbrennung an, da die Energie ja irgendwoher kommen muss. Zusätzlich stellt sich damit ein Hormonhaushalt ein, der Muskelwachstum und Wohlbefinden fördert. Zu guter Letzt unternimmt der Körper noch Versuche, sich langfristig gegen die Kälte zu schützen und unser Kälteempfinden nimmt ab. Damit ist es ein wichtiges Tool beim BioHacking!

Fett ist nicht gleich Fett

Da du im Winter dazu neigst mehr zu essen und dich weniger zu bewegen, kann es sein, dass du bis zum Frühling etwas Muskelmasse gegen Fett getauscht hast. Daran ist zwar nichts verkehrt, jedoch lässt sich dieser Umstand auch besser nutzen. Immerhin gibt es zwei Arten von Fett: Weißes und braunes Fett. Das weiße erkennst du sehr leicht, denn es befindet über den Muskeln an Bauch, Po und Gliedmaßen. Das braune hingegen wirst du nur schwer entdecken, denn es ist zwischen den Muskeln eingelagert. Es ist das effizientere Fett für dein Energielevel, da es direkt die Fettverbrennung herangezogen wird. Durch diese produzierst du schließlich Wärme und wirst weniger kälteempfindlich.

Durch die den Vorgang ist äußerlich weniger Fett äußerlich zu sehen und es kann auch effektiver in Energie umgewandelt werden. Daher ist die Thermogenese sehr gut geeignet, um seinen Körper in Form zu bringen.

Ich will Hormone!

Doch es geht noch weiter: Die Hormone unseres Körpers sind wie kleine Botschaften, die die Vorgänge in uns steuern. Von der Motivation bis zum Blutzucker bestimmen sie das Energielevel und Wohlbefinden stark mit. Zum Glück kannst du deinen Hormonhaushalt beeinflussen. Eine Möglichkeit dafür ist Kälte.

Durch die niedrigen Temperaturen setzt der Körper vermehrt Hormone frei, die die Fettverbrennung (immerhin braucht er diese gerade) und den Muskelaufbau fördern. Das Training für eine Strandfigur beginnt daher im Winter, nicht erst im Frühling.

Als Bonus kommt noch Testosteron hinzu, das unter anderem für Antrieb und Motivation, sowie für das Muskelwachstum zuständig ist. Es wird zwar als “männliches” Hormon bezeichnet (weil es bei Männern stärker produziert wird), ist aber für Frauen ebenso wichtig.

Sogar Adrenalin kann durch Kälte ausgeschüttet werden, indem du einen leichten Kälteschock herbeiführst. Dafür reicht es schon, sich eiskalt abzuduschen. Bei dieser Technik sollte man allerdings schon etwas Erfahrung mit Thermogenese haben.

Kälteempfindlich vs. Gewöhnung

Jetzt wirst du vielleicht sagen, dass die positiven Wirkungen schön und gut sind – dennoch magst du Kälte nicht. Keine Frage, sie ist anfangs nicht besonders angenehm. Aber du lernst mit ihr umzugehen. Was erst unmöglich scheint, wird schneller Alltag, als du vielleicht glaubst. In meinem Interview mit Max erzählt dieser, wie er zum Eisschwimmer geworden ist. Er weiß, dass viel mehr möglich ist, wenn man es nur versucht.

Um weniger kälteempfindlich zu werden und die Vorteile der Thermogenese nutzen zu können, ist es notwendig, dass du dich etwas aus der Komfortzone wagst. Nutze jede Gelegenheit, die Kälte zu akzeptieren zu lernen und deinen Körper damit vertraut zu machen. Dafür kannst du den Weg zu Arbeit, Uni oder Schule nutzen. Das Einkaufengehen ebenso wie kurze Wege zur Post oder zum Müll. Fang also bitte nicht gleich an wie Max, sondern nutze die ständige Wiederholung um dich darauf einzustellen.

Der langsame stete Tropfen

Renn nur nicht gleich heute oder morgen nackt durch die Straßen (mal abgesehen von möglichen Konfrontationen mit dem Gesetz). Gehe langsam an die Sache heran. Natürlich gibt es auch Leute, für die das auf Anhieb funktioniert, aber die wissen es meistens eh selbst.

Thermogenese Kälteempfindlich Kälte gewöhnen

Am Anfang reicht es die dicke Jacke wegzulassen und nur kurze Wege draußen zurückzulegen. Der Kopf sollte in dieser Phase geschützt sein, weil du dir sonst leichter eine Erklältung einfangen kannst. Außerdem ist es immer gut Notfallbekleidung dabei zu haben – zur Sicherheit. Bei Regen und starkem Wind solltest du die Kälte außerdem nicht unterschätzen.

Praktiziere deine Gewöhnung an die Kälte aber regelmäßig, dann wird sich der Körper bald darauf einstellen und du wirst viel weniger kälteempfindlich. Vermutlich werden die anderen überrascht sein, wie warm du dich anfühlst, auch wenn du bei Minusgraden nur leicht bekleidet unterwegs bist!

Das ist die Macht der Thermogenese! Viel Erfolg beim BioHacking und bei der Selbstoptimierung – hab Spaß dabei!

2 Kommentare

  1. Hallo,
    Ich habe seit Beginn des Jahres (sozusagen als Neujahrsvorsatz) meine Jacke nicht mehr angezogen und habe mich seither, mit nicht mehr als T-Shirts, der Kälte gestellt. Ich hatte es allerdings auch nicht sonderlich schwer, da ich glücklicherweise ein Paar wärmere Tage für den Anfang erwischt habe. Nach mittlerweile zwei Wochen habe ich fast jede Tageszeit und den Großteil der Witterungsverhältnisse mitmachen können. Meine Erfahrungen sind, dass vor allem der Weg in die Arbeit, kurz nach dem Aufstehen, und Schneestürme die größte Herausforderung sind. Vor allem, da ich immer für den Notfall eine Jacke bei mir trage, bin ich gerade morgens wenn ich bei der Straßenbahnstation 7 Minuten warten muss verleitet die Jacke wieder anzuziehen.
    Mit der Zeit wird es allerdings tatsächlich leichter und mittlerweile freue ich mich schon darauf nach der Arbeit durch die Kälte zu spazieren.
    Als Abschluss noch ein kleiner Richtwert von mir: 45 Minuten bei -2°C an der frischen Luft und ich konnte noch meinen Schlüssel ertasten.

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